
Wie cool! Jetzt ist “Da war mal was…” bei Timof Comics in Polen erschienen. Heute sind meine Belegexemplare gekommen. Der Band heisst dort “Pamietam, jak…”. Am e ist unten noch so ein Häkchen dran, aber das finde ich auf meiner Tastatur nicht. Das Buch ist innen viel okayer gelettert, als die etwas grob eingefügte Arialschrift auf dem Cover verspricht. Allerdings ist der Band als Softcover und ohne Ausklappseite produziert. Dafür kostet er auch nur 39 Zloty. Und für alle, die des Polnischen mächtig sind, gibt es hier die erste Rezension.
14. Januar 2010

Dies ist die neununddreissigste Folge von “Da war mal was…”, sie ist am 10.01.10 im Berliner Tagesspiegel erschienen.
Update: Es geht in dieser Episode NICHT um einen Verglich von DDR und dem NS-Staat. Auch nicht um eine Gleichsetzung der Opfer des Stasi-Regimes und des Holocausts. Das sind jeweils zwei Paar Schuhe. Es geht in dieser Episode um Leute, die das, was sie anderen angetan haben/was anderen angetan wurde, relativieren und leugnen. Es geht um dieses unmenschliche Verhalten, den Opfern noch mal eine rein zu hauen. Es geht um die Unfähigkeit, sich zu entschuldigen und das Gewesene selbstkritisch zu reflektieren. Und um das daraus folgende Unmöglichmachen einer Versöhnung.
Ich weiß als Autor, dass die Parallele, die am Ende der Folge steht, dünnes Eis ist und missverstanden werden kann. Ich habe lange überlegt, ob ich das wagen soll. Darum habe ich mich vor der Veröffentlichung mit mehreren Fachleuten besprochen. Ohne deren Feedback hätte ich es nicht geschrieben. Denn wenn man die Episode genau liest wird meiner Meinung nach deutlich: Es geht hier um den Vergleich von Leugnen von Verbrechen. Und diesen Vergleich halte ich durchaus für legitim.
10. Januar 2010

Die Nachfrage nach “Da war mal was…” war groß. Die erste Auflage ist seit zwei Wochen ausverkauft und die zweite Auflage gedruckt und bereits in der Auslieferung. Damit habt ihr Dwmw zu meinen bisherigen Bestseller gemacht. Vielen, vielen Dank dafür!!!
“Da war mal was…” ist keine endlose Serie. Sie hört dann auf, wenn ich keine Geschichten mehr finde, die ich für spannend genug halte, um sie aufzuzeichnen. Ich möchte einfach nicht, dass das Niveau der Reihe langsam sinkt oder sich Themen anfangen zu wiederholen. Jede Folge ist mir wichtig, jede Folge soll auf ihre Art und Weise ein Highlight sein. Das ist bisher auch meiner Meinung nach geglückt. Allerdings bin ich seit einer Weile an dem Punkt, dass mit der Stoff ausgeht. Es wird immer schwerer, Geschichten zu finden. Was ich schade finde. Aber was auch okay ist. Alles ist endlich. So wie es im Moment aussieht, wird es auf insgesamt 40 Dwmw-Folgen hinauslaufen. Es kommen also noch zwei. Für die letzte Folge habe ich bereits ein Thema, die vorletzte ist noch offen.
Wenn also jemand von Euch eine Erinnerung hat, die er für sehr besonders, spannend und erzählenswert hält, das ist Eure Chance: Schreibt sie mir. Und schreibt sie mir bald. Ich kann Euch nicht versprechen, dass ich aus Eurer Erzählung tatsächlich einen Dwmw-Comic mache. Eine Geschichte muss Bilder in mir hervorrufen. Und wenn sie das nicht tut, kann sie noch so gut sein: Ich kann sie nicht zeichnen. Wer es trotzdem versuchen will, bitte, nur Mut, ich freu mich drauf. Meine Mailadresse ist flix *a* der-flix.de
40 Folgen bedeutet gleichzeitig: Es wird kein zweites Dwmw-Buch geben. Es bleibt bei dem einen Band. Und weil das so ist, mein Redakteur (und nicht nur er) aber der Ansicht ist, dass grade in den letzten Monaten Episoden entstanden sind, die gedruckt gehören hat er für die zweite Auflage 16 zusätzliche Seiten beantragt. Und bewilligt bekommen. Das bedeutet: Die zweite Auflage von “Da war mal was…” hat statt 104 Seiten 120 Seiten. Sprich: Sie hat Platz für vier Episoden mehr. Ein dickeres Buch zum gleichen Preis.
Toll! Großartig!! Hurra!!!
Aber ich kann aber auch verstehen, dass einige von Euch das jetzt doof finden. Auch wenn die Geschichten, die in der zweiten Auflage drin sind, noch gar nicht existiert haben, als das Buch zum ersten Mal gedruckt wurde, es bleibt das Gefühl, dass auf einmal dem Buch, das zu Hause im Regal steht, ein paar Seiten fehlen. Ich weiß. Aber was soll man machen, wenn klar ist, dass die Episodenanzahl nicht für ein zweitens Buch ausreicht? Da finde ich eine “Erweiterung der neuen Auflage” gegenüber einem “Ungedrucktseinlassen schöner Episoden” die bessere Lösung. Und ich verspreche: Dabei bleibt es. Folgende Auflagen, sollte es sie geben, werden NICHT mehr erweitert.
Wer jetzt auf der Suche nach einem Band der zweiten Auflage ist, der achte im Buchladen auf den roten, oben gezeigten Aufkleber “Zweite erweiterte Auflage”.
Und wer kein Buch der zweiten Auflage kaufen will, die Extraseiten aber trotzdem haben möchte, der kann sie hier gratis als PDF downloaden.
Was ist nun die gute Nachricht und was die schlechte? Entscheidet selbst.
28. Dezember 2009

Dies ist die achtunddreissigste Folge von “Da war mal was…”, sie ist am 06.12.09 im Berliner Tagesspiegel erschienen.
An dieser Stelle eine dickes SORRY an alle, die in den letzten Wochen hier Kommentare gepostet haben. Grade wird diese Seite von russischen Spam-Robotern angegriffen, die hunderte von kyrillischen “Kommentaren” posten wollen. Da ich aber jeden Post freischalten muss, bevor er veröffentlicht wird, kann ich diesen Angriff mit der Löschen-Taste relativ leicht abwehren. Leider ist habe ich dabei aus Versehen etlich nicht-kyrillische Kommentare von Euch mitgelöscht. Nehmts mir bitte nicht übel und schreibt sie an besten einfach nochmal. Ich passe jetzt besser auf. Großes Indianer-Eherenwort!!!
07. Dezember 2009

18.11.2009
Comic Cosmos, Rheinstrasse 22, 64283 Darmstadt, Beginn: 16:00h
19.11.2009
T3, Große Eschenheimer Str. 41A, 60313 Frankfurt, Beginn: 16:00h
20.11.2009
Comixart, Austr. 21, 96047 Bamberg, Beginn: 15:00h
21.11.2009
Ultra Comix, Vordere Steingasse 2, 90402 Nürnberg, Beginn: 12:00h
Signiert wird in der Regel ca. 2 Stunden, der Eintritt ist frei.
16. November 2009

„Ein schönes und kluges Buch.“
(Berliner Zeitung)
„Eine der wundersamsten Comic-Neuerscheinungen der vergangenen Jahre und die womöglich bewegendste Publikation zum Fall der Berliner Mauer.”
(DiePresse.com)
„Eine der originellsten Annäherungen an das 20-Jahr-Jubiläum des Mauerfalls.”
(Falter)
„Viele kleine Einzelschicksale, die Flix zu einem bunten und aussagestarken Mosaikbild der Wiedervereinigung zusammengefügt hat. DER Wende-Comic überhaupt. ”
(ARTE Kultur)
„Flix’ bis zum letzten Strich hochprofessioneller Stil wirkt leicht und gefällig. Die Geschichten aus der Zeit um und vor 1989 aber sind alles andere als leichte Kost.“
(Tagesspiegel)
„Es geht darum, was Kinder und Jugendliche von der deutschen Teilung mitbekamen, und entsprechend überwiegt das Kurios-Anekdotische. Gelegentlich werden aber auch die brutalen und unheimlichen Seiten der SED-Diktatur offenbar.“
(Süddeutsche Zeitung)
„Und tatsächlich funktionieren die Bilder gerade da besonders gut, wo es nicht amüsant ist, sondern bestürzend und tragisch, fast wortlos. “Da war mal was…” ist eine richtige kleine Geschichtsstunde zum 20. Jahrestag des Mauerfalls.“
(NDRInfo)
„Diese kleinen Geschichten sind so einzigartig, anrührend und originell, dass sie einen völlig neuen Blick auf unsere Geschichte erlauben.“
(Landlive.de)
„So ist der Blick zurück, wie ihn Flix nachzeichnet, angenehm nostalgiefrei, aber nicht emotionslos.“
(Freie Presse)
„Flix’ Geschichten sind mal witzig und skurril, mal nachdenklich und tragisch - aber immer wahr.“
(Augsburger Allgemeine)
„Auf der Homepage zum Comic erscheinen regelmäßig neue Episoden. Und alle belegen sie, dass die steinerne Mauer heute so gut wie nirgends mehr erahnbar ist. Doch dass sie die Menschen in ihren Köpfen und in ihren Herzen noch immer beschäftigt.“
(WAZ)
„Gedenken dürfte öfter so unaufgeregt, nuanciert und humorvoll aussehen wie die Arbeit des Berliner Zeichners.“
(Der Freitag)
„Definitiv eins der schönsten und berührendsten Comic-Bücher, die ich bis heute in den Händen gehalten habe.“
(Joscha Sauer)
11. November 2009

Dies ist die siebenunddreissigste Folge von “Da war mal was…”, sie ist am 01.11.09 im Berliner Tagesspiegel erschienen.
Diese Episode beruht auf einem relativ kurzen Gespräch, das sich im RegionalExpress zwischen Paderborn und Hannover mit meinem Sitznachbar ergab. Er ist leider mitten im Reden aufgesprungen, weil er aussteigen musste. Ich weiss seinen Namen nicht. Ich bin auch nicht sicher, ob es ihm Recht wäre, dass er mit seiner Meinung in einem Comic auftaucht. Ich habe ihn deshalb ganz anders gezeichnet, als er in Wirklichkeit aussah. Seine Geschichte wollte ich aber unbedingt festhalten…
02. November 2009

Auf der Buchmesse hat der Katrin Schmidt von Literaturtest einen Video-Interview mit mir geführt. Auf Börsenblatt.net ist es jetzt zu sehen.
Zudem hat Thomas Kögel auf comicgate.de eine Rezension zu “Da war mal was…” geschrieben:
“Die kurzen Episoden erzählen kleine Geschichten, manchmal harmlos, manchmal witzig, manchmal nett, zwischendurch aber auch mit sehr ernsthaften Untertönen. Auch Mauertote und Stasispitzel sind Thema, werden aber eher subtil behandelt. Im Vordergrund stehen alltägliche, private Erlebnisse, die Politik liefert nur den Hintergrund. Am Stück gelesen erlauben die Da war mal was-Comics einen guten Blick auf die Art, wie das deutsch-deutsche Verhältnis aus der Perspektive von Kindern und Jugendlichen aussah. Ein Blickwinkel, der in den üblichen medialen Erinnerungsformaten, wie sie jetzt wieder überall zu sehen und zu lesen sind, eher selten vorkommt…”
Die gesamte Rezension findet sich hier.
21. Oktober 2009

Dies ist die sechsunddreissigste Folge von “Da war mal was…”, sie ist am 27.09.09 im Berliner Tagesspiegel erschienen.
Oft quäle ich mich beim Schreiben einer “Da war mal was…”-Folge. Wie erzähle ich die Geschichte? Was lasse ich weg? Was füge ich hinzu? Trifft das, was ich erzähle, den Kern? Trifft es den richtigen Ton? Trifft es überhaupt irgendetwas? Diese Episode ging erstaunlich leicht von der Hand. Der Text stand beim ersten Anlauf, die Bilder dazu waren ziemlich schnell gefunden. Und als alles beieiander war, gab es kaum Korrekturen. Ich mag diese Episode sehr.
27. September 2009
Auch der “Schekker”, das Jugendmagazin der Bundesregierung, befasst sich in seiner September-Ausgabe mit “Da war mal was…”:
DA WAR MAL WAS…
Das denken wahrscheinlich viele, die am ehemaligen Mauerstreifen in Berlin vorüber gehen. Comiczeichner Flix erzählt Schekker, warum er den Satz zum Titel seines neuen Comics gemacht hat.
Schekker: An was kannst du dich denn beim Mauerfall erinnern?
Flix: Als die Mauer fiel, bekam ich das zwar mit, begriff aber nicht, dass das ein historischer Moment war, obwohl ich schon 13 Jahre alt war. Wenig später hatte mein Klassenkamerad Mauerstückchen und einen kleinen Trabi aus Plaste. Ich fand das super und wollte es auch haben. Ich glaube viele Leute in meinem Alter nahmen den Mauerfall nicht als historisches Ereignis wahr. Seitdem ich in Berlin wohne, beschäftige ich mich allerdings intensiv mit diesem Ereignis. In dieser Stadt kommt man an dem Thema nicht vorbei.
Schekker: Ist ein Comic überhaupt die richtige Form für so ein schweres Thema?
Flix: Man könnte das auch als Film machen, mit kleinen Episoden oder als Roman, der Meinungen von verschiedenen Leuten aneinander reiht. Der Vorteil des Comics ist, dass ich eine Geschichte anders erfahren kann, als wenn ich nur lese und die Bilder in meinem Kopf entstehen müssen. Gleichzeitig habe ich mehr Gedankenspielraum als im Film, der mir genau vorgibt, welche Bilder ich wann zu sehen habe. Ich habe jeder Geschichte eine andere Farbe gegeben, die den Leser in eine bestimmte Stimmung versetzt.
Schekker: Welche Geschichte hast du denn der Farbe Rot zugeordnet?
Flix: Rot war die beliebteste Farbe. Zu ihr gibt es mehrere Geschichten. Da habe ich einmal die Geschichte von Oliver, der versuchte Literatur zu seiner Freundin in den Osten zu schmuggeln, dann die Geschichte von Alex, der seine Urgroßmutter in einem Ostberliner Altenheim besuchte und die Geschichte von Jakob, dessen Vater als Pfarrer Reisen zu einer Partnergemeinde im Osten organisierte. Ich habe aber nicht versucht, den Farben politische Bedeutungen zuzuordnen. Es sollen eher emotionale Farben sein.
[...]
Das ganze Interview findet sich auf www.schekker.de. Die Fragen stellte Stefanie Ender.
15. September 2009
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