Über “Da war mal was…” (3)

15.September 2009

Auch der “Schekker”, das Jugendmagazin der Bundesregierung, befasst sich in seiner September-Ausgabe mit “Da war mal was…”:

DA WAR MAL WAS…

Das denken wahrscheinlich viele, die am ehemaligen Mauerstreifen in Berlin vorüber gehen. Comiczeichner Flix erzählt Schekker, warum er den Satz zum Titel seines neuen Comics gemacht hat.

Schekker: An was kannst du dich denn beim Mauerfall erinnern?

Flix: Als die Mauer fiel, bekam ich das zwar mit, begriff aber nicht, dass das ein historischer Moment war, obwohl ich schon 13 Jahre alt war. Wenig später hatte mein Klassenkamerad Mauerstückchen und einen kleinen Trabi aus Plaste. Ich fand das super und wollte es auch haben. Ich glaube viele Leute in meinem Alter nahmen den Mauerfall nicht als historisches Ereignis wahr. Seitdem ich in Berlin wohne, beschäftige ich mich allerdings intensiv mit diesem Ereignis. In dieser Stadt kommt man an dem Thema nicht vorbei.

Schekker: Ist ein Comic überhaupt die richtige Form für so ein schweres Thema?

Flix: Man könnte das auch als Film machen, mit kleinen Episoden oder als Roman, der Meinungen von verschiedenen Leuten aneinander reiht. Der Vorteil des Comics ist, dass ich eine Geschichte anders erfahren kann, als wenn ich nur lese und die Bilder in meinem Kopf entstehen müssen. Gleichzeitig habe ich mehr Gedankenspielraum als im Film, der mir genau vorgibt, welche Bilder ich wann zu sehen habe. Ich habe jeder Geschichte eine andere Farbe gegeben, die den Leser in eine bestimmte Stimmung versetzt.

Schekker: Welche Geschichte hast du denn der Farbe Rot zugeordnet?

Flix: Rot war die beliebteste Farbe. Zu ihr gibt es mehrere Geschichten. Da habe ich einmal die Geschichte von Oliver, der versuchte Literatur zu seiner Freundin in den Osten zu schmuggeln, dann die Geschichte von Alex, der seine Urgroßmutter in einem Ostberliner Altenheim besuchte und die Geschichte von Jakob, dessen Vater als Pfarrer Reisen zu einer Partnergemeinde im Osten organisierte. Ich habe aber nicht versucht, den Farben politische Bedeutungen zuzuordnen. Es sollen eher emotionale Farben sein.
[...]

Das ganze Interview findet sich auf www.schekker.de. Die Fragen stellte Stefanie Ender.

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